Da soll noch jemand behaupten, die Wirtschaftskrise hätte bisher allen nur Schlechtes gebracht. Das Gegenteil ist der Fall: Beim Blick auf den Arbeitsmarkt ist das Kapital jedenfalls in absoluter Hochstimmung! Denn, wie jüngst eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke enthüllte, hat die Wirtschaftskrise die Verdrängung regulärer Arbeitsverhältnisse noch wesentlich beschleunigt: So hat sich laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) die Zahl der Jobangebote in der Leiharbeit seit Jahresanfang mehr als verdoppelt, während die Zahl der übrigen Stellen lediglich um ein Drittel zulegte. Lag der Anteil der Leiharbeit an allen neu gemeldeten offenen Stellen - im "ersten" (ungeförderten) Arbeitsmarkt - im Januar noch bei 26 Prozent, stieg er bis einschließlich Juni auf 35 Prozent. Von allen bei der BA registrierten Stellenangeboten lag der Anteil der Leiharbeit im Juni bei knapp 31 Prozent. |
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Schlechte Nachrichten für die deutschen lohnabhängig Beschäftigten: Nach massiven Umverteilungen von unten nach oben - also vom Volk an Konzerne und die reiche Oberschicht - in den vergangenen Jahren und mit Ausblick auf noch massivere Umverteilungen in der Zukunft (Stichwort Sparpaket) ist die Profitgier des deutschen Kapitals wieder richtig zum Leben erwacht. Die neueste Forderung führender deutscher Wirtschaftsverbände: Eine zügige Erleichterung des Zuzugs hochqualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland! Auf diese neuerliche Forderung des deutschen Kapitals hat die bürgerliche Politik - unsere angeblichen "Volksvertreter" - in strengem Gehorsam wieder einmal prompt reagiert. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat sich mit seiner Idee einer "Fachkräfte-Initiative" umgehend zu Wort gemeldet und stellt somit die politische Speerspitze der Forderung des deutschen Kapitals dar. |
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Das Bundesbildungsministerium und die Kultusministerkonferenz stellten ihren aktuellen Bericht „Bildung in Deutschland 2010“ vor, der sich würdig in die Bankrotterklärungen bundesrepublikanischer Bildungspolitik einreiht. Demnach verfügt jeder sechste Einwohner zwischen 20 und 30 Jahren über keine Berufsausbildung – der höchste jemals gemessene Stand seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Innerhalb nur eines Jahres stieg ihre Anzahl von 15,2 auf 17 Prozent. Hiervon betroffen sind vor allem Hauptschüler und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Keine Berufsausbildung haben 50 Prozent aller Hauptschüler, 30 Prozent aller jungen Migranten und 47,5 Prozent aller jungen Frauen türkischer Herkunft. Die meisten der Betroffenen, Deutsche oder Migranten, tauchen nicht einmal mehr in den Arbeitslosenstatistiken auf, weil sie resigniert haben, sich nicht bei den Arbeitsagenturen melden und von diesen zudem miserabel betreut werden.
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In der vergangenen Woche hat sich die schwarz-gelbe Chaos-Koalition nach langem hin und her nun doch auf eine Reform des Gesundheitssystems in der BRD geeinigt. Nur am Rande sei angemerkt, dass es Union und Liberale besonders eilig hatten, ihre "Reform" des Gesundheitssystems in den letzten Tagen endlich auf den Weg zu bringen. Denn während ein Großteil der Bundesbürger nur noch Augen und Ohren für die Fußball-WM hatte und auf ein Weiterkommen Ihrer Mannschaft hoffte, und während Bundeskanzlerin Merkel (CDU) die Heimat mit Jubelbildern von sich aus Südafrika "erfreuen" durfte, im verzweifelten Versuch endlich einmal wieder positive Bilder zu bekommen und aus dem Umfragetief herauszukommen, hat die daheimgebliebene "Polit-Elite" der BRD die Zeit genutzt, um quasi klamm und heimlich ihre "Reform" zu beschließen - ohne Begleitung massiver Proteste, wie es sie vor der Fußball-WM bereits gab. |
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Nach nunmehr mehr als zweijähriger Existenz des NWSN und viel Arbeit in diesem Zeitraum, im Kampf mit dem Ziel der nationalen und sozialen Befreiung Deutschlands, kam es - wie es ganz natürlich ist für eine neue politische Gruppe - in den letzten Wochen zu einem Moment des Innehaltens, der Betrachtung des bisher Erreichten und vor allem aber auch zu einer Orientierungsphase und dementsprechenden Diskussionen über den weiteren Weg bzw. die grundsätzliche inhaltliche Ausrichtung des NWSN. Da - anders als bspw. in vielen Parteien, in denen Denk- und Diskussionsverbote herrschen und Hierarchien, Unterordnung und Zwang auf der Tagesordnung stehen - das NWSN progressiv und demokratisch ist und die Beteiligung eines jeden Einzelnen begrüßt wird und die Denk- und Meinungsfreiheit auch intern oberste Priorität genießt, haben wir diese Diskussionen mit viel Freude, Begeisterung und in bestem Diskussionsklima geführt. Am Ende dieses Diskussionsprozesses hat sich das NWSN im Konsens auf ein neues bzw. ein überarbeitetes Grundlagenpapier geeinigt, welches wir nun der Öffentlichkeit vorstellen möchten. Alle Mitglieder des NWSN haben sich freiwillig auf diese neuen Grundlagenpositionen verpflichtet, und gemeinsam werden wir nunmehr unseren Kampf gegen das kapitalistische System und für die nationale Befreiung und die Errichtung eines sozialistischen Volksrätestaates in Deutschland mit aller Entschlossenheit und gegen alle Widerstände fortführen. In diesem Sinne Netzwerk Sozialistische Nation, 6. Juli 2010 „Nichts ist so machtvoll wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist." - Victor Hugo „Ich werde mich niemals damit abfinden dass man nichts tut. Ich weiß, warum sie sagen, man kann nichts tun, weil sie nichts tun wollen. Aber ich will etwas getan haben dagegen. Wir haben gelernt, dass Reden ohne Handeln Unrecht ist." - Gudrun Ensslin |
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Nach einem für die Wahl eines Bundespräsidenten eher ungewöhnlichen medialen Spektakel setzte sich mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) der Kandidat des Regierungslagers durch. SPD und Grüne präsentierten den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck als erfolglosen Gegenkandidaten. Bei Tageslicht betrachtet, kann es dem deutschen Volk jedoch gleichgültig sein, wer denn nun neues Staatsoberhaupt der Bundesrepublik ist: Beide Kandidaten haben einen zutiefst bürgerlichen Hintergrund und sind Befürworter einer ausgesprochen wirtschaftsliberalen und sozialreaktionären Politik. Die LINKE wiederum präsentierte als chancenlose Zählkandidatin und als Verkäsungsbakterie für die rosa-grüne Konkurrenz die Journalistin Lukrezia Jochimsen, damit weiter einen Schritt hin zur Dominanz destruktiv-antinationaler Kräfte in der Partei zurücklegend. |
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